Die Nutzung von Solaranlagen ist weit verbreitet. Der Grund dafür ist, dass sie eine kostenlose Möglichkeit zur Stromerzeugung bieten und somit die Stromkosten senken. Allerdings benötigen diese Anlagen Wechselrichter, die den Gleichstrom der Solaranlage in Wechselstrom für den Hausgebrauch umwandeln. Unter den verschiedenen Wechselrichtertypen sind MPPT- und PWM-Wechselrichter besonders beliebt.
Interessanterweise halten manche PWM für die bessere Option, vor allem wegen der geringeren Kosten. Die meisten bevorzugen MPPT aufgrund seiner erstklassigen Leistung und der hohen Ausnutzung der Solarenergie. In diesem Artikel vergleiche ich MPPT- und PWM-Wechselrichter direkt miteinander. Sie erfahren, welcher der beiden Wechselrichter für Sie am besten geeignet ist. Legen wir also los.
Was sind MPPT- und PWM-Wechselrichter?

Ein MPPT-Wechselrichter (Maximum Power Point Tracking) ist ein intelligenter Wechselrichter, der die maximal mögliche Leistung aus Solarmodulen extrahiert. Er passt Spannung und Stromstärke kontinuierlich an, um den optimalen Betriebspunkt der Solaranlage zu finden. Ein PWM-Wechselrichter (Pulsweitenmodulation) hingegen steuert den Ladevorgang, indem er die Spannung der Solarmodule an die Batteriespannung anpasst. Er reduziert überschüssige Leistung, während die Batterie geladen wird.
Mit anderen Worten: PWM ist eine einfache Form des Wechselrichters. Er funktioniert sehr unkompliziert. Ein PWM-Wechselrichter nimmt Strom vom Solarmodul auf und leitet ihn direkt zur Batterie. Oftmals erzeugen Solarmodule jedoch eine höhere Spannung, als die Batterie benötigt. Das PWM-System reduziert diese Überspannung, indem es die durchgelassene Strommenge anpasst.
Vereinfacht gesagt, reduziert PWM überschüssige Energie von Solarmodulen, sodass die Batterie nur so viel Strom erhält, wie sie sicher verarbeiten kann. MPPT hingegen ist ein hochentwickelter Wechselrichter. Er leitet den Solarstrom nicht direkt zur Batterie. Stattdessen analysiert er zunächst, wie viel Leistung das Solarmodul im jeweiligen Moment erzeugen kann. Wie Sie wissen, produzieren Solarmodule je nach Sonneneinstrahlung unterschiedliche Energiemengen.
Der MPPT-Regler passt sich also kontinuierlich an, um den optimalen Punkt zu finden, an dem das Solarpanel die maximale Leistung erzeugt. Sobald dieser optimale Punkt erreicht ist, wandelt der Wechselrichter überschüssige Spannung in zusätzlichen Ladestrom um. Das bedeutet: Selbst wenn das Solarpanel mehr Spannung erzeugt, als die Batterie benötigt, geht die überschüssige Energie nicht verloren. Stattdessen wird sie in nutzbaren Strom für Ihre Geräte umgewandelt.
Unterschiede zwischen MPPT- und PWM-Solarwechselrichtern

Es gibt zwei weitere Wechselrichtertypen, MPPT und PWM, die für ihre Zuverlässigkeit bekannt sind. Wie Sie wissen, funktionieren sie jedoch unterschiedlich. Dadurch unterscheiden sie sich auch in einigen anderen Aspekten. Möchten Sie wissen, wie? Im Folgenden erkläre ich die wichtigsten Unterschiede zwischen MPPT und PWM.
1. Technologieart
Der Hauptunterschied zwischen MPPT und PWM liegt in der verwendeten Technologie zur Steuerung der Solarenergie. MPPT nutzt moderne und fortschrittliche Technologie. Wie Sie wissen, funktioniert es wie ein intelligentes System, das die Leistung der Solarmodule kontinuierlich überwacht und anpasst. Für diese Nachführung ist fortschrittliche Technologie unerlässlich. PWM hingegen ist eine ältere und einfachere Technologie. Sie benötigt keine intelligenten Anpassungen oder die Nachführung der maximalen Leistung. Stattdessen steuert sie lediglich den Stromfluss zwischen Solarmodul und Batterie. All dies erfordert keine komplexe Technologie.
2. Energienutzung
Dieser Unterschied zeigt, wie viel Solarenergie Ihre Geräte ohne Verluste nutzen. In dieser Hinsicht ist MPPT klar im Vorteil. Es verfolgt intelligent den maximalen Leistungspunkt der Solarmodule. Das bedeutet, MPPT passt Spannung und Stromstärke in Echtzeit an, sodass das System nahezu die gesamte verfügbare Energie nutzen kann. Dadurch wird Energieverschwendung vermieden. PWM hingegen hat eine geringere Leistungsausbeute. Seine Aufgabe ist nicht die Optimierung der Solarleistung, sondern lediglich die Anpassung der Spannung der Solarmodule an die Batteriespannung. Produzieren die Solarmodule also mehr Energie, geht diese verloren. PWM kann sie nicht vollständig nutzen.
3. Energieumwandlung
Die Energieumwandlung ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Wahl zwischen MPPT- und PWM-Wechselrichtern. Diese Faktoren geben Aufschluss darüber, wie effizient der Wechselrichter Sonnenlicht in nutzbaren Strom umwandelt. Wie bereits erwähnt, arbeitet der MPPT-Wechselrichter besonders effizient. Er analysiert zunächst die Leistung des Solarmoduls und passt anschließend Spannung und Stromstärke an, um die höchstmögliche Leistung zu erzielen.
Erzeugt das Solarpanel überschüssige Spannung, wird diese vom MPPT-Regler nicht verschwendet. Stattdessen wird die überschüssige Spannung in zusätzlichen Ladestrom umgewandelt, der genutzt werden kann. Die Pulsweitenmodulation (PWM) hingegen ist bei der Energieumwandlung nicht sehr effizient. Sie verbindet das Solarpanel direkt mit der Batterie und reduziert die überschüssige Spannung, um sie an die Batteriespannung anzupassen. Dadurch geht ebenfalls Energie verloren.
4. Akkuladegeschwindigkeit
Beim Laden der Batterie ist der MPPT-Wechselrichter die beste Wahl. Er arbeitet hocheffizient und ermöglicht so ein schnelles Laden. Er holt die maximale Leistung aus den Solarmodulen heraus und wandelt überschüssige Spannung in nutzbaren Ladestrom um. Dadurch wird in kürzerer Zeit mehr nutzbarer Strom in die Batterie geleitet. Dabei entsteht kein Energieverlust.
Selbst bei unzureichender Sonneneinstrahlung passt sich der MPPT-Wechselrichter automatisch an, um die Batterie zu laden. PWM-Wechselrichter hingegen reagieren verzögert auf das Laden der Batterie. Sie können die Solarenergie nicht optimal nutzen, sondern gleichen lediglich die Spannung der Solarmodule an die Batteriespannung an. Dies begrenzt häufig die jeweils übertragene Energiemenge, wodurch potenziell Ladeleistung verloren geht. Für ein schnelles Laden der Batterie ist ein MPPT-Wechselrichter dem PWM-Wechselrichter vorzuziehen.
5. Wetterbeständigkeit
Das Wetter ist ständig im Wandel und hat daher großen Einfluss auf den verwendeten Wechselrichter. MPPT-Wechselrichter beispielsweise arbeiten bei wechselnden Wetterbedingungen sehr gut. Der Grund: Sie verfolgen permanent den maximalen Leistungspunkt (MPP) Ihrer Solarmodule. Je nach Sonneneinstrahlung passt der MPPT-Wechselrichter Spannung und Strom automatisch an, um die bestmögliche Leistung zu erzielen. Selbst an bewölkten oder nur teilweise sonnigen Tagen versucht er so viel Energie wie möglich zu gewinnen. PWM-Wechselrichter hingegen arbeiten bei wechselnden Wetterbedingungen weniger effizient. Sie können sich nicht an die wechselnden Sonneneinstrahlungsbedingungen anpassen. Bei schwacher Sonneneinstrahlung geht Energie verloren, und die Gesamtleistung sinkt.
6. Systemgrößennutzung
Die Größe Ihrer Solaranlage beeinflusst maßgeblich die Wahl von Wechselrichter, MPPT-Regler und PWM-Regler. Bei mittelgroßen bis großen Solaranlagen sind MPPT-Wechselrichter beispielsweise optimal. Sie bewältigen höhere Leistungslasten und nutzen große Solarmodulfelder optimal aus. Zudem können diese MPPT-Wechselrichter Spannungs- und Stromschwankungen ausgleichen. dieser Split-Wechselrichter Der Wechselrichter kann bis zu 16 Einheiten parallel betreiben. Das bedeutet, dass er bei Anschluss mehrerer Module eine sehr gute Leistung erbringt. PWM-Wechselrichter eignen sich besonders für kleine Solaranlagen. Bei kleinen Solarmodulen entspricht die Batteriespannung nahezu der Modulspannung. Hier spielt die PWM-Technologie ihre Stärken voll aus.
7. Spannungsfestigkeit
Es beschreibt, wie ein Wechselrichter die unterschiedlichen Spannungspegel der Solarmodule verarbeitet. Dies ist ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen MPPT und PWM. PWM-Wechselrichter haben beispielsweise eine begrenzte Spannungsverarbeitungsfähigkeit. Sie arbeiten optimal, wenn die Spannung der Solarmodule sehr nahe an der Batteriespannung liegt. Produziert das Modul eine höhere Spannung, reduziert das PWM-System diese, um sie an den Batteriepegel anzupassen.
MPPT-Wechselrichter hingegen können einen breiten Eingangsspannungsbereich verarbeiten. Das bedeutet, dass das MPPT-System die Spannung auch dann korrekt anpasst, wenn sie am Solarmodul steigt oder fällt. Es verschwendet keine überschüssige Spannung.
8. Preisspanne und Langzeitperformance
Schließlich unterscheiden sich PWM und MPPT deutlich im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis. MPPT ist aufgrund seiner intelligenten Technologie zweifellos sehr teuer. Dieser höhere Preis rechtfertigt jedoch die überlegene Langzeitleistung. MPPT kann mit derselben Solaranlage mehr Strom erzeugen und arbeitet effizienter.
Dies hilft, langfristig Energie zu sparen und Ihre Stromkosten zu senken. PWM hingegen ist aufgrund seiner einfacheren Bauweise in der Anschaffung günstiger. Langfristig gesehen ist es jedoch weniger vorteilhaft. Es verschwendet während des Betriebs Solarenergie. Dadurch erhalten Sie insgesamt weniger Solarstrom, was Ihre Stromkosten erhöhen kann. Daher empfehle ich Ihnen, bei Ihrer endgültigen Entscheidung immer beide Faktoren zu berücksichtigen.
Schlussfolgerung
Sind Sie sich noch unsicher, welche der beiden Optionen die beste für Sie ist? Ich empfehle MPPT-Solarwechselrichter. Warum? Weil diese Wechselrichter einen hervorragenden Wirkungsgrad haben. Das bedeutet, dass sie die von den Solarmodulen erzeugte maximale Leistung nutzen und in Wechselstrom umwandeln. So geht kein Solarstrom verloren.
Bei einem begrenzten Budget kann ein PWM-Solarwechselrichter ein guter Einstieg sein. Um die Leistung zu steigern, benötigen Sie mehr Solarmodule. Der Grund dafür ist, dass PWM-Solarwechselrichter im Betrieb Energieverluste verursachen können. Um dies auszugleichen, ist eine höhere Anzahl an Modulen erforderlich. In diesem Artikel habe ich alle Unterschiede zwischen diesen beiden Solartypen erläutert.

